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Aufwendungen für künstliche Befruchtung in gleich­ge­schlechtlicher Part­ner­schaft

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Aufwendungen für die künstliche Be­fruch­tung können agwB sein

Aufwendungen für die künstliche Befruchtung können Befruchtung können nach einem BFH-Urteil vom 5.10.20171 (Az. VI R 47/15) als außergewöhn­liche Be­lastung nach § 33 EStG abziehbar sein, sofern der Steuerpflichtige bzw. der Partner unfruchtbar ist oder eine verminderte Fruchtbarkeit vorliegt, die einer Behandlung bedarf. Die Maßnahme muss jedoch mit in­län­dischem Recht vereinbar sein2.

Gilt auch bei gleich­ge­schlecht­licher Part­nerschaft

Folglich können die Aufwendungen für eine In-vitro-Fertilisation3 (IVF) als außer­gewöhnliche Belastungen (Krank­heitskosten) abzugsfähig sein4. Dies gilt nach dem aktuellen Urteil auch dann, wenn die Frau in einer gleichge­schlecht­lichen Part­nerschaft lebt.


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  1.  ]BFH, Urteil v. 5.10.2017 VI R 47/15, BFH/NV 2018 S. 277.
  2.  ]BFH, Urteil v. 17.5.2017 VI R 34/15, BFH/NV 2017 S. 1371; Immer aktuell 2017 S. 289.
  3.  ]BFH, Urteil v. 21.2.2008 III R 30/07, BFH/NV 2008 S. 1309.
  4.  ]BFH, Pressemitteilung Nr. 2/2018 v. 3.1.2018.

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